r La beauté de l'âne

Dea Gjinovci, Suisse, France, USA, 2025o

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Dea Gjinovci, qui a grandi à Genève, ne connaît du Kosovo – le pays de ses parents – que les récits de son père Asllan : des souvenirs d’enfance idéalisés, faits de collines vertes, de veillées chaleureuses, du goût des poires mûres, et de la beauté de l’âne dans l’étable. Mais ces images se sont figées le jour où, en pleine guerre, un appel téléphonique annonce à Asllan la mort de sa mère. Un choc qui fait basculer la mémoire familiale dans le silence. Des années plus tard, Dea retourne dans le village natal de son père, avec lui et une petite équipe de tournage.

Eine filmische Reise in die Vergangenheit: Die Schweizer Regisseurin Dea Gjinovci begleitet ihren Vater Asllan in sein Heimatdorf im Kosovo, aus dem er vor sechzig Jahren aus politischen Gründen geflohen ist und das am Ende der 1990er Jahre von serbischen Polizei- und Militäreinheiten fast vollständig zerstört wurde. Dort, wo einst das Familienhaus stand, erstreckt sich heute eine Wiese, die keinerlei Spuren mehr erkennen lässt. Doch wie eine Theaterbühne lässt die Dokumentarfilmerin die Umrisse des Hauses und einige Einrichtungsgegenstände wieder aufbauen und belebt sie mit Laiendarsteller:innen aus der jetzigen Dorfgemeinschaft, die Geschichte(n) nachspielen und so vergessene, verdrängte oder – bei den Kindern – gänzlich unbekannte Wunden wieder zutage fördern. Meisterlich gelingt ihr dabei die diffizile Balance zwischen nostalgischen oder auch herzzerreissend tragischen Momenten und einer wohltuenden Distanzierung, die allein dadurch entsteht, dass sowohl die Inszenierung selbst als auch ihr Making-of gezeigt werden. So kommt es sogar zu amüsanten Momenten, wenn die Laiendarsteller ihren Auftritt vermasseln oder sich bei den vielen mitwirkenden Kindern die Freude am Schauspiel als wahrhaftiges Spiel entpuppt. Und ganz nebenbei thematisiert der Film geradezu philosophisch, dass jede Erinnerung ohnehin eine Konstruktion ist, die einzelne Momente zu einer kohärenten Erzählung verbindet. Gjinovci ist damit eine Liebeserklärung an ihren Vater, eine Suche nach den eigenen Wurzeln und einer der schönsten Schweizer Dokumentarfilme des letzten Jahres gelungen.

Till Brockmann

Galerie photoso

Données du filmo

Autres titres
The Beauty of the Donkey EN
Genre
Documentaire
Durée
76 Min.
Langues originales
Albanais, Français
Ratings
cccccccccc
ØVotre évaluationk.A.
IMDB:
n.d.
Cinefile-User:
< 3 votes
Critiques :
< 3 votes

Casting & Equipe techniqueo

Dea GjinovciSelf
Asllan GjinovciSelf
Leart GjinovciSelf
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